Philips ProCare – mein erster Lockenstab!

PicMonkey CollageSchon vor ziemlich langer Zeit wurde mir von Pinkmelon der neue Curler von Philips zum Testen zugeschickt. Wie ihr euch bestimmt erinnert, hatte ich am Ende der Schwangerschaft wirklich starke Rückenbeschwerden, sodass ich einen nicht ganz vollständigen Testbericht abgeschickt habe (natürlich in Absprache mit den extrem verständnisvollen Damen von Pinkmelon). Vor Kurzem habe ich dann endlich den Test fortgesetzt und auch beendet, sodass ich euch heute den Curler ausführlich vorstellen kann. 🙂

philips pro curl (3)

Philips ProCare Auto Curler Automatischer Lockenstab HPS940/00

Der Curler ist seit Oktober 2015 zur UVP von 139,99 € im Handel erhältlich.

Herstellerversprechen:
„Der Philips ProCare Auto-Lockenstab kreiert automatisch und gleichmäßig tolle Locken. Der professionelle bürstenlose Motor und der erhitzte Titan-Keramik-Lockenstab rollen, erwärmen und drehen das Haar automatisch, sodass jedes Mal perfekte Locken gestylt werden.“

Mehr Informationen und ein ausführlicheres Herstellerversprechen findet ihr u.a. bei Philips selbst.

Zubehör

Neben dem Curler selbst und einem Garantieschein sind zwei Anleitungen, ein Reinigungszubehör sowie ein Zubehör zum Abteilen von Haarsträhnen enthalten.

Vor der ersten Benutzung ist es denke ich sinnvoll, sich die lange Anleitung einmal zu Gemüte zu führen, anschließend sollte die bebilderte Kurzanleitung reichen (wenn überhaupt noch benötigt), die auch deutlich handlicher ist. Das Gerät an sich (sowie auch das Zubehör) ist in (mattem) schwarz gehalten und sieht für mich als Locken-Neuling zwar etwas mysteriös, aber durchaus edel aus.philips pro curl zubehör (2)philips pro curl (7)philips pro curl zubehör

Anwendung

Wie man auf den Vorher-Bildern hoffentlich erkennt, habe ich mittellange, glatte Haare, die meiner Einschätzung nach zwar nicht besonders dick, aber auch nicht auffallend dünn sind. Bei mir zeigt sich gerne das Phänomen der fliegenden Haare, allerdings benutze ich auch keine Stylingprodukte, um dem entgegenzuwirken. Insgesamt würde ich meine Haare als ziemlich normal beschreiben, so undifferenziert das auch klingt.philips pro curl vorher

Bevor man mit dem Curler arbeitet, sollte man natürlich die Haare gut durchkämmen und dafür sorgen, dass keine Knötchen mehr vorhanden sind, die sich beim Locken im Curler verfangen könnten.

Der Curler benötigt eine kurze Aufheizphase, also stecke ich ihn ein und drücke den Ein-/Ausschalter, wodurch ein kleines Lämpchen zu blinken beginnt. Wenn es ohne Unterbrechung leuchtet (nach ca. einer halben Minute), ist der Curler aufgeheizt und man kann mit dem Locken der Strähnen beginnen.

Nun gibt es verschiedene Einstellungen, die ich wählen kann.philips pro curl (10)

Mit dem Richtungsschalter wird reguliert, in welche Richtung die Locken  sich eindrehen. Hier kann ich zwischen rechts, links und abwechselnd wählen. Da Locken außer mit einfachen Methoden wie Flechtzopf über Nacht oder ein paar missglückten Versuchen mit Papilotten für mich absolutes Neuland sind, habe ich die Einstellung dauerhaft auf der mittleren Stufe, also abwechselnd, belassen. Ich schätze, dass man so auch ein natürlicheres Ergebnis erzielt, aber getestet habe ich die anderen Einstellungen wie gesagt nicht.

Anschließend kann ich entscheiden, für welche Dauer meine Strähnen in der Lockenkammer verbleiben sollen. Hier kann ich zwischen 8, 10 und 12 Sekunden wählen.

Auch die Temperatur kann eingestellt werden. Hier besteht die Auswahl zwischen 170°C, 190°C und 210°C, wobei die geringste Stufe für Wellen, die mittlere für weiche und die höchste für feste Locken sorgen sollte.

Ich habe zu Beginn nur eine Kombination von den beiden höchsten Stufen, also 12 Sekunden bei 210°C getestet, da ich mich erst einmal damit anfreunden wollte. Neben dem gewünschten Ergebnis spielt natürlich auch die Haarstruktur eine Rolle.

Nun kommt dieses etwas seltsam anmutende Zubehör zum Einteilen der Strähnen zum Einsatz. Tatsächlich ist es aber wirklich sinnvoll, denn wenn man wie ich noch nie mit einem Culer gearbeitet hat, kann man schlecht einschätzen, wie dick eine Strähne sein sollte. Der Einteiler hilft einem dabei, indem man genauso viele Haare nimmt, wie in das kleine Loch hinter der Einkerbung passen. Nach den ersten Strähnen kann man auch versuchen, ohne den Einteiler zu arbeiten, was mir persönlich auch mehr zusagt. Aber für die ersten Versuche ist er wie gesagt sehr sinnvoll, denn zu viele Haare auf einmal im Curler können zu Verheddern führen. Dazu aber gleich mehr.philips pro curl (8)

Nun zum eigentlichen Vorgang. Der Curler ist zwar nicht federleicht, liegt aber gut in der Hand und lässt sich ohne Probleme längere Zeit halten und an den Kopf heranführen. Dabei ist wichtig, dass immer die Öffnung zum Kopf hinzeigt. Von oben lege ich die Strähne ein und drücke nun die Lockentaste. Dabei sollte man den Curler möglichst waagerecht halten und nicht bewegen, die Strähne beim Einziehen aber natürlich loslassen. Der Curler sollte ein paar Zentimeter vom Kopf entfernt angesetzt werden, damit nicht aus Versehen Haare eingezogen werden, die gar nicht zur abgeteilten Strähne gehören und sich dann verheddern.

Mir ist es anfangs ein paarmal passiert, dass ich, ohne es zu merken, den Curler beim Einziehen und Locken immer weiter vom Kopf weggezogen habe. Das führt dann natürlich dazu, dass die Strähne am Ansatz nicht gelockt wird. Also wie gesagt, möglichst stillhalten.

Der Curler zieht die Strähne nun in die Lockenkammer, was deutlich hörbar ist, dann ertönen während des Erhitzens zunächst mehrere Pieptöne sowie abschließend ein Klicken, wenn die Locke fertig ist. Die Lockentaste kann nun losgelassen und die Strähne aus der Lockenkammer entfernt werden.philips pro curl (9)

Ich hatte mit der Anwendung erstaunlich wenige Probleme und war wirklich überrascht, wie einfach man mit dem Curler arbeiten kann. Die einzigen Schwierigkeiten, die ich hatte, haben sich durch zu dicke Strähnen oder wie eben angesprochen durch das Wegziehen des Curlers vom Kopf ergeben. In solchen Fällen habe ich Strähnen einfach ein zweites Mal in die Lockenkammer eingelegt.

Meine größte Befürchtung galt natürlich dem Verheddern der Haare in der Lockenkammer. Vor einigen Jahren musste ich mir mal eine ziemlich dicke Strähne abschneiden, da sie sich beim Backen im Mixer verfangen hatte und ich sie nicht mehr losbekam. Vor einem Gerät, das in einem ziemlichen Tempo meine Haare einzieht und bei doch recht hohen Temperaturen erhitzt, hatte ich also dementsprechend Respekt. Tatsächlich braucht man sich hier aber wirklich keine Sorgen zu machen. Sollte sich eine Strähne in der Lockenkammer aus welchem Grund auch immer verheddern, bemerkt der Curler das, hört auf die Strähne einzuziehen und gibt einen Signalton ab. Die Haare kann man dann vorsichtig aus der Lockenkammer entfernen, was bei mir ohne große Probleme, starkes Ziepen oder den Verlust vieler Haare möglich war.

Lediglich die Anwendung am Hinterkopf fand ich etwas umständlich. Besser gesagt einfach etwas anstrengend. Die Strähne einzulegen geht erstaunlich gut, aber ich muss natürlich für etliche Strähnen meinen Arm nach hinten gedreht und nach oben halten und als Person mit so gut wie gänzlich fehlenden Armmuskeln kann das ein wenig ermüdend sein. 😉

Für die erste Anwendung habe ich deutlich über anderthalb Stunden gebraucht. Wie gesagt habe ich die längste Zeitstufe gewählt und alle Haare gelockt. Die lange Zeit ergibt sich auch dadurch, dass ich einige Strähnen durch oben beschriebene Anfängerfehler mehrfach einziehen lassen musste, damit sie wirklich von oben bis unten gelockt waren. Mit etwas Übung komme ich nun bei der längsten Zeitstufe auf ca. 50 Minuten, aber ich denke auch das lässt sich mit etwas Übung noch optimieren. Zumal mir persönlich auch ein Look gut gefällt, bei dem nicht alle Haare gelockt sind, aber das ist natürlich Geschmackssache.

Nach der Anwendung sollte man den Curler ausschalten, ausstecken und mit der Reinigung warten, bis die Lockenkammer abgekühlt ist. Anschließend nimmt man das Reinigungszubehör, führt es in die Lockenkammer ein und dreht ein paarmal hin und her. Auch die Reinigung ist super schnell und einfach, was für mich besonders gut ist, sonst würde ich mir das, faul wie ich bei solchen Dingen nun einfach bin, bestimmt viel zu oft sparen. Da es nur wenige Sekunden dauert, kann man die Zeit aber problemlos investieren.

Ergebnis

Ich muss ehrlich sagen, ich bin mehr als begeistert von dem Ergebnis! Meine Haare sind nicht nur super definiert gelockt (ich finde, das Ergebnis kommt schon fast an Korkenzieherlocken heran), sie wirken auch kein bisschen ausgetrocknet, sondern im Gegenteil eher glänzend. Zu oft würde ich den Curler natürlich trotzdem nicht benutzen, denn zu viel Hitze tut Haaren mit Sicherheit nicht gut.philips pro curl nachher 3

Zum Fixieren habe ich Haarspray benutzt (allerdings nicht auf den Fotos, die sind direkt nach der Anwendung entstanden) und mit Haarspray konnte man die Locken noch am nächsten Tag super erkennen, sie waren nur minimal ausgehangen, was mich mehr als überrascht hat. Ich habe mir ein einziges Mal beim Friseur die Haare locken lassen und da haben die Locken nicht einmal den kompletten Abend überstanden. Also hier wirklich ein riesen Kompliment an den Curler für die „Haltbarkeit“ der Locken!

Inzwischen konnte ich den Curler noch etwas ausgiebiger testen und habe dabei auch andere Kombinationen von Temperatur- und Zeiteinstellung gewählt. (Letztes Jahr hatte ich nur die höchsten Stufen für feste Locken ausprobiert) Auch wenn bei der niedrigsten Einstellung (170°C für 8 Sekunden) Wellen und bei der höchsten Einstellung (210°C für 12 Sekunden) feste Locken entstehen sollen, habe ich die Unterschiede als minimal empfunden.philips pro curl nachher 2

Auf den Bildern sieht man meiner Meinung nach einen leichten Unterschied – bei der höchsten Einstellung sind die Locken etwas definierter – aber der ist wie gesagt nicht so prägnant wie erwartet. Auch hängen sich die Locken bei der niedrigsten Einstellung nicht schneller aus, weswegen ich persönlich die niedrigste Einstellung bevorzuge – es geht ein wenig schneller, (ich brauche etwa eine halbe Stunde) ist vermutlich einen Tacken schonender für die Haare und mir gefallen die etwas weicheren Locken an mir selbst auch besser, da es bei meinem sonst sehr glatten Haar ein wenig natürlicher aussieht. (Am liebsten fahre ich noch mit den Fingern durch die Haare und lockere das Ganze etwas auf, das macht den Look noch natürlicher, wie ich finde.)

Wellen erzeugt man übrigens eher, índem man einfach sehr dicke Haarsträhnen nimmt. Generell beeinflusst die Dicke der Haarsträhnen das Ergebnis sehr stark, sodass die Zeit- und Temperatureinstellungen dabei meiner Einschätzung nach gar keine sooo große Rolle spielen.philips pro curl nachher 1

Insgesamt hat sich mein positiver Eindruck nur bestätigt. Durch das Variieren von Haarsträhnendicke, Zeit- und Temperatureinstellung (oder auch Anzahl der Strähnen, die man locken möchte) kann man mit dem Curler viele verschiedene Looks zaubern, ohne besonders talentiert zu sein, was Frisuren angeht. Je nach Haarlänge, Übung und Look, den ihr erhalten möchtet, braucht ihr nur 20 Minuten bis zu eine Stunde zu investieren, um für mehrere Tage tolle Locken zu haben! Ich bin echt absolut überzeugt von dem Curler und kann nur mein Fazit vom letzten Mal wiederholen: Wenn ihr euch gerne und regelmäßig Locken macht – greift zu!

 

philips pro curl haarlängenvergleich

Der Curler kostet natürlich sein Geld, aber wenn ihr euch regelmäßig Locken macht, ist er wirklich jeden Euro wert. Selbst absolute Anfänger wie ich bekommen mit ein wenig Übung in kürzester Zeit tolle und definierte Locken hin, die auch noch locker bis zur nächsten Haarwäsche halten. Ich kann den Curler ohne Einschränkung weiterempfehlen!

philips pro curl

Zum Schluss noch ein Bild, das mir ehrlich gesagt selbst einfach richtig gut gefltt und einen virtuellen Keks an alle, die tatsächlich bis hier unten durchgehalten haben. 😀

Eure Irma

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4 Gedanken zu “Philips ProCare – mein erster Lockenstab!

  1. Laura schreibt:

    Keeeekse!
    Also das sieht ja echt super aus. Ich hab ja das Problem, das meine Haare auf der linkem Seite lockig und die rechts glatt sind. Und mit Locken gefallen sie mir am besten, aber meinen Lockenstab habe ich ewig nicht mehr benutzt und finde ihn auch nicht mehr… Jetzt überlege ich wirklich, mir dieses heiße Teil zuzulegen 🙂

  2. Ida Heartshaped Dream schreibt:

    Also ich habe einen Curler von Babyliss, die sind ja so ähnlich. Ich finde die Anwendung auch erstaunlich leicht, tue mich aber am Hinterkopf auch schwer, weil es anstrengend wird. 😀 Ich locke meine Haare nicht sehr oft, weil sie lang und schwer sind und die Locken nicht mal ganz einen Abend in ihrer ursprünglichen Form überstehen und schnell aushängen und wild aussehen. 😀 Aber wenn, brauche ich mit meinem Curler eine gute halbe Stunde, was ich echt okay finde. 😉

    • irismaya2 schreibt:

      Ja das geht total! Ich hab vorher halt noch nie mit so was gearbeitet und bin echt begeistert! Wie lange das hält hängt natürlich auch von den Haaren ab, aber beim Friseur hab ich das noch nicht so toll gemacht bekommen!

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