Pink Gellac im Test [Berry Red]

//Werbung*// Hallo ihr Lieben! Nach gefühlten Ewigkeiten habe ich nochmal eine Review für euch. Vor Kurzem bekam ich eine Anfrage, ob ich das Starterset von Pink Gellac testen möchte und obwohl ich UV Lack eigentlich schon länger abgeschworen hatte, war ich doch neugierig und habe der für mich neuen Marke eine Chance gegeben.

Ich erhielt einen recht großen schwarzen Karton (das Packaging find ich schon mal super schick!) mit Primer, Base und glänzendem Top Coat sowie vier Farblacken. Ebenso war eine kleine LED Lampe, eine Feile, ein Rosenholzstäbchen, Cleaner und Remover „Pockets“ und zwei Heftchen enthalten.

Der Primer wird dabei nicht wie ich es kenne auf den kompletten Nagel aufgetragen, sondern nur bei Haftungsproblemen auf die Nagelspitze. Base und Top Coat erklären sich denke ich von selbst. Darauf wie der Nagel vorbereitet werden soll, komme ich später zurück. Wie erwähnt waren vier Farblacke enthalten, dabei ist die Farbe 182 Dynamic Pink zur Zeit in jedem Starterset LED L* zu finden. Die restlichen 3 Töne kann man sich auf der Website aussuchen, ich musste mich leider überraschen lassen. Leider, weil ich mir ehrlich gesagt ganz andere Farben ausgesucht hätte und grade bei einem UV Lack mit Sicherheit kein Schwarz, aber das war einfach persönliches Pech. Die Farbauswahl ist nämlich wirklich groß, sodass eigentlich jeder etwas Passendes finden sollte.

Positiv möchte ich an dieser Stelle das Fläschchen-design erwähnen. Insgesamt wirken sie in schwarz viel edler, als die weißen, die ich bisher von anderen Marken hatte. Aber was mir besonders gut gefällt, ist der farbige Punkt auf dem Flaschendeckel. So kann man direkt von oben die richtige Farbe auswählen, muss das Fläschchen nicht zum Nachgucken aus dem Karton (oder wo auch immer man es aufbewahrt) holen oder gar aufdrehen, um die Farbe zu kontrollieren. Wie man sieht, ist der Punkt auch wirklich farbgetreu, sodass ich mir das Swatchen auf dem Rädchen sogar hätte sparen können. Gut möglich, dass hier tatsächlich der entsprechende Lack verwendet wurde.

Bereits erwähnt habe ich die zwei enthaltenen Heftchen. Zum einen handelt es sich hierbei um Werbematerial, zum anderen aber auch um Anleitungen, die im großen Heft ausführlicher, im kleinen zusammengefasst und jeweils in verschiedenen Sprachen abgedruckt sind.

Vorbereitet wird der Nagel, indem die Nagelhaut zurückgeschoben und anschließlich die Nageloberfläche mit der pinken Seite der Feile angerauht wird. Mit dem Cleaner werden die letzten möglichen Ölrückstände auf den Nägeln entfernt.

Ich habe zugegeben ein wenig geschummelt, denn der Grund, warum ich keinen UV Lack mehr benutze ist, dass ich mir durch das Anrauhen/Buffern und spätere Entfernen des Lacks schon mehrfach die oberste Nagelschicht regelrecht zerstört habe. Ich hatte zunächst überlegt, mir den Schritt komplett zu sparen. Da ich mit anderen Marken aber da die Erfahrung gemacht habe, dass der Lack dank meiner wirklich öligen Nägel teilweise schon nach einem halben Tag in einem Stück „abspringt“, entschied ich mich für einen Kompromiss. Anstatt die wirklich eher rauhe beigelegte Feile zu benutzen, habe ich eine super weiche und fein“körnige“ Buffer-Feile verwendet, mit der ich ganz sanft über den Nagel gefahren bin. So waren die Nägel leicht mattiert, aber nicht die Nageloberfläche angegriffen. Den Primer habe ich dann wie empfohlen auf den Nagelspitzen aufgetragen, denn natürlich schränkt ein solches Vorgehen die Haftfestigkeit deutlich ein.

Die LED Lampe ist (wie man am normal großen Netzteil daneben erkennen kann) recht klein geraten, aber groß genug, um 4 Finger hineinzulegen. Auf der Rückseite befindet sich ein An-/Ausschalter. Den Schalter oben betätigt man vor jeder Verwendung. Nach 30 Sekunden piepst die Lampe kurz, nach 60 schaltet sie sich selbst wieder aus. Das ist an sich super hilfreich, so kann ich mir den Blick auf die Uhr sparen. Nur für den Base Coat, der lediglich 15 Sekunden aushärten soll, habe ich mir einen Timer gestellt.

Den Daumen würde ich übrigens immer separat aushärten lassen, völlig egal wie groß die Lampe ist. Denn alle fünf Finger nebeneinander gerade hinzulegen, sodass kein Lack verlaufen kann, ist zumindest für mich ein Ding der Unmöglichkeit.
Einziger Kritikpunkt an der Lampe ist für mich das eher kurze Kabel. Ich konnte die Lampe zwar dann doch ganz gut aufstellen, aber obwohl wir einige Steckdosen im Zimmer haben, war es nicht möglich, sie auf meinem Schreibtisch zu platzieren. Nicht weiter tragisch, aber das würde ich mir anders wünschen.

Wie beschrieben habe ich nach dem Primer eine dünne Schicht Base Coat aufgetragen und diese 15 Sekunden aushärten lassen. Zwei Schichten Farblack und eine Schicht Top Coat brauchten dann jeweils 60 Sekunden unter der Lampe. Danach habe ich mit dem Cleaner aus Gewohnheit (kenne UV Lacke sonst nur mit Schwitzschicht) über die Nägel gewischt und fertig.

Besonders positiv ist mir aufgefallen, wie gut sich der Lack auftragen ließ, denn häufig sind UV Lacke eher dickflüssig. Hier hatte ich keinerlei Probleme und zwei wirklich dünne Schichten haben für perfekte Deckkraft gesorgt. Vorsichtig muss man aber trotzdem sein und wenn mal Lack daneben geht, diesen unbedingt vor dem Aushärten aus den Nagelrändern entfernen. Ist er einmal getrocknet, ist das nämlich nicht mehr möglich und ein Lifting/Lösen des Lacks quasi vorprogrammiert.

Wie ihr seht habe ich mich für die Farbe 229 Berry Red entschieden, einfach weil sie mir mit Abstand von den vier Tönen am besten gefällt. Leider wirkt die Farbe auf allen meinen Bildern etwas zu hell. Es ist eher ein wirklich beeriger Ton, vielleicht noch als magenta zu bezeichnen.

Vom Ergebnis und auch der Anwendung her bin ich absolut überzeugt. Nun die Frage nach der Haftfestigkeit. Geworben wird mit einer Haftfestigkeit von bis zu 14 Tagen. Ehrlich gesagt ist mir das ohnehin zu lang. Und zwar weniger, weil ich mich an der Farbe so schnell satt sehe, sondern viel mehr, weil der Lack unschön rauswächsst und ich nach spätestens einer Woche umlackieren würde. Oft finde ich den Nagelrand schon nach 3, 4 Tagen nicht mehr ansehnlich, aber das hängt natürlich nicht nur vom eigenen Geschmack, sondern auch von Nagelwachstum und der Lackiertechnik ab.

Wie dem auch sei – da ich das Anrauhen ja quasi ausgelassen habe, hatte ich keine tolle Haftfestigkeit erwartet. Wie immer verabschiedete sich der Lack auf meinen Zeigefingernägeln zuerst. Diese scheinen bei mir besonders ölig zu sein. Nach 3 bzw. 4 Tagen sah der Lack noch wie nach dem Auftragen aus, aber ich konnte unten am Nagelrand leichte Liftings spüren. Einmal Spülen später und ich konnte den Lack an diesen beiden Nägeln vorsichtig in einem Stück abziehen. Die anderen Nägel hätten wohl noch länger gehalten, aber am 5. Tag habe ich mich dann entschieden, den Lack komplett zu entfernen und habe es erst auf die für mich sanfteste Methode probiert.

Dafür habe ich wo es möglich war, den Lack mit dem Rosenholzstäbchen von unten leicht angehoben, die Nägel anschließend in warmen Wasser eingeweicht und mit warmem Öl einmassiert. Mit Hilfe des Rosenstäbchens konnte ich das Öl zwischen Nagel und Lack schieben und der Lack ließ sich an allen Nägeln in einem Stück entfernen. Lediglich die Nagelspitzen haben etwas Geduld benötigt, aber auch hier bin ich ohne geschädigte Nageloberfläche davon gekommen, und das war für mich die Hauptsache!

Die Remover Pockets und die eigentlich empfohlene Vorgehensweise habe ich somit gar nicht getestet, für mich war dieses Vorgehen aber das beste, da ich eine gute Haltbarkeit von 4-5 Tagen, völlig ohne Tip Wear erreichen konnte, ohne meine Nägel zu strapazieren.

Kritisieren würde ich übrigens genau diese Remover und Cleaner Pockets. Mit den jeweils enthaltenen 10 Stück kommt man nicht gerade weit und es ist eine Menge Müll pro Maniküre. Im Onlineshop gibt es sowohl Remover als auch Cleaner auch in flüssig abgefüllter Form zu kaufen. Ich würde es aber positiv finden, wenn anstatt der Pockets jeweils ein kleines Fläschchen im Starterset enthalten wäre.

Insgesamt kann ich das Pink Gellac Starterset definitiv empfehlen. Die Lacke bringen deutlich angenehmere Lackiereigenschaften mit sich als ich es von Gelen und UV Lack gewohnt bin und konnten trotz meiner nicht ganz empfehlenswerten Vorgehensweise eine gute Haftfestigkeit vorweisen.

Neben anderen Sets findet ihr das Starterpaket L zur Zeit rediziert auf 70 Euro hier auf der Pink Gellac Seite.

Kennt ihr die Marke schon und wie sind eure Erfahrungen mit UV Lack?

Eure Irma

//*Das UV Nagellack Starter Set LED L wurde mit kostenlos von Pink Gellac zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!//

14 Gedanken zu “Pink Gellac im Test [Berry Red]

  1. Anne schreibt:

    Eine tolle Review und die Farbe gefällt mir wirklich sehr gut 🙂
    Bin schon gespannt, ob ich das auch so gut hinbekomme!

  2. happyface313 schreibt:

    🙂 Hallo, liebe Irma,

    ich habe heute Früh schon gespannt Dein Insta-Posting gelesen.
    Das Set finde ich sehr interessant, ich habe allerdings vor den Aufrauen der Nägel und den Cleaner Pockets (?) ein wenig Bammel, dass dadurch meine Nägel geschädigt werden.

    Wie machst Du das mit dem Öl? Und wie lange dauert das in etwa?

    Danke und liebe Grüße
    Claudia 🙂

    • irismaya2 schreibt:

      Hallo Claudia 🙂 Danke erstmal für die Rückmeldung! Also mit dem Anrauhen bin ich ja auch seeeeehr vorsichtig, das was ich da mit der weichen „Feile“ gemacht habe, geht nicht wirklich als Anrauhen durch denke ich. Mit Öl kannst du das unterschiedlich machen, ich hab es halt mit Baden verbunden und anschließend meine Nägel fpr ca. 2 Minuten in leicht aufgewärmtes Öl gehalten, sehr gut einmassiert und überhall wo sich der Lack anhob das Öl drunter geschoben. Stattdessen geht es bestimmt auch „nur“ mit einem Öl-Handbad, was ohnehin gut für die Nägel ist. 🙂 Da kannst du einfach normales Olivenöl nehmen und die Fingerspitzen reinlegen. (So 5-10 Minuten). Keine Ahnung, ob die Wärme was bringt, finde es einfach angenehmer. Aber wichtig ist, dass du den Lack schon ein wenig an den Seiten anheben konntest, damit das Öl eine Chance hat, sich zwischen Lack und Nagel zu schieben. 🙂
      Berichte mal, wenn du das auch testest!
      Liebe Grüße

  3. Samy Farbgeschichten schreibt:

    Na wie gut, dass du so positiv davon berichtest. Ich muss die auch noch testen. Eine Haltbarkeit von 14 Tagen finde ich auch wahnsinnig, ich glaube ich trage nie was länger als 5 Tage und das ist schon unglaublich 😀

    • irismaya2 schreibt:

      5 Tage reicht ja auch vollkommen finde ich, selbst bei in Schneckentempo wachsenden Nägeln kann ich mir nicht vorstellen, dass das nach 14 Tagen noch wirklich ästhetisch ist. 😀

  4. Ida Heartshaped Dream schreibt:

    Ich teste die Marke momentan auch. Einmal habe ich schon einen Lack getragen, will aber noch einen zweiten Versuch starten, bevor ich meine Review schreibe. Was mich abhält? Dass ich meine Remover Pockets aufgebraucht habe. Da verstehe ich deine Kritik also zu 100% 😀

    • irismaya2 schreibt:

      Oh du bist ja fleißig, ich konnte mich irgendwie nicht zu nem zweiten durchringen. Noch. 😀 Haha, ja das ist natürlich ärgerlich, etwas kurz gedacht von den Herstellern ^^

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